Was kostet der Strand in Italien? Liegen, Eintritt, Parken

Von Björn Höflinger · Veröffentlicht am 28.10.2026

Was kostet der Strand in Italien? Liegen, Eintritt, Parken

Der Strand selbst kostet in Italien meist nichts. Bezahlen müssen Sie für Liege und Sonnenschirm im Strandbad, oft für den Parkplatz und an einigen geschützten Stränden für den Zutritt, den Sie dann vorab buchen.

Spiaggia libera, Strandbad oder etwas dazwischen

  • Spiaggia libera: der freie Strand. Kein Eintritt, keine Liegen zu mieten; Sie bringen Handtuch und Schirm selbst mit. Badeaufsicht gibt es dort nicht überall.
  • Stabilimento balneare, Lido oder Bagno: das Strandbad. Sie mieten einen Platz mit Sonnenschirm und Liegen, dazu gehören meist Duschen, Toiletten, eine Bar und die Badeaufsicht.
  • Spiaggia libera attrezzata: ein freier Strand, an dem Sie trotzdem Liegen und Schirm mieten können, wenn Sie möchten.

An vielen bekannten Badeorten ist der Strand fast vollständig in Strandbäder aufgeteilt, an der Versilia etwa zwischen Massa und Viareggio. Freie Abschnitte gibt es dort nur wenige. Wer einen freien Strand sucht, findet ihn eher an Naturstränden wie der Spiaggia della Lecciona südlich von Viareggio oder an der Spiaggia libera del Castelletto in Finale Ligure.

Was Liegen und Sonnenschirm kosten

Die Preise hängen vom Ort, von der Reihe und von der Woche ab. Die italienische Verbraucherorganisation Altroconsumo vergleicht sie jedes Jahr. Im Sommer 2026 kostete eine Woche in der ersten Reihe mit Sonnenschirm und zwei Liegen im Schnitt 368 Euro in Alassio, dem teuersten Ort der Untersuchung, und 164 Euro in Lignano, dem günstigsten. Insgesamt lagen die Preise 6 Prozent über dem Vorjahr und 24 Prozent über denen von vor fünf Jahren.

  • Weiter hinten ist es günstiger: Die erste Reihe am Wasser kostet am meisten.
  • Fragen Sie nach einem Preis für den Nachmittag, wenn Sie erst später an den Strand gehen.
  • Wer eine ganze Woche bleibt, zahlt pro Tag meist weniger als für einzelne Tage.

Immer mehr Traumstrände nur mit Reservierung

Für die allermeisten Strände in Italien brauchen Sie keine Reservierung. Einige der bekanntesten lassen im Sommer aber nur eine begrenzte Zahl von Besuchern zu, vor allem auf Sardinien. Dort buchen Sie vorab online oder per App und zeigen am Strand einen QR-Code vor. Manche dieser Strände sind trotzdem kostenlos, andere kosten zwischen 2 und 7 Euro pro Person. Stand ist der Sommer 2026; Preise und Zeiträume prüfen Sie vor der Reise am besten auf der Seite der Gemeinde. Auf unseren Strandseiten steht bei diesen Stränden unter "Eintritt" der Hinweis "Reservierung nötig".

  • La Pelosa bei Stintino: 3,50 Euro pro Person und Tag.
  • Cala Brandinchi und Lu Impostu bei San Teodoro: Reservierung vom 1. Juni bis 30. September, je 2 Euro.
  • Rena Bianca in Santa Teresa Gallura: 3,50 Euro.
  • Tuerredda bei Teulada: 3 Euro.
  • Cala Goloritzè bei Baunei: 7 Euro für Wanderweg und Strand, höchstens 250 Besucher gleichzeitig.
  • Cala Mariolu und Cala Biriala, ebenfalls bei Baunei und vor allem per Boot erreichbar: 2 Euro für eine Bucht, 3 Euro für mehrere.
  • Spiaggia delle Due Sorelle bei Sirolo: nur per Boot erreichbar. Vom 1. Juli bis 13. September ist die Reservierung Pflicht und kostenlos, die Überfahrt kostet extra.
  • Spiaggia dei Conigli auf Lampedusa: Der Strand selbst ist kostenlos, Sie brauchen aber eine Reservierung für den Vormittag oder den Nachmittag. Für die Online-Buchung fällt eine kleine Gebühr an.

Eine Besonderheit ist Punta Molentis bei Villasimius: Auch hier ist die Zahl der Besucher begrenzt, reservieren können Sie aber nicht. Wer zuerst kommt, kommt hinein. Kommen Sie in der Hochsaison also früh.

Kein Eintritt, aber oft ein kostenpflichtiger Parkplatz in der Hochsaison: So ist es zum Beispiel an der Spiaggia di Porto Giunco bei Villasimius und am Strand von Is Arutas. Am Gardasee ist die Baia delle Sirene ein privat betriebener Park mit Eintritt: In der Hauptsaison 2026 waren es 13 Euro für Erwachsene und 6 Euro für Kinder, nachmittags weniger. Liegen, Schirm und Parkplatz sind inbegriffen.

Parken nicht vergessen

An vielen Stränden ist der Parkplatz der eigentliche Kostenpunkt. Offizielle Parkplätze in Strandnähe sind in der Hochsaison oft gebührenpflichtig. Wer abseits parkt, zahlt vielleicht nichts, steht aber nicht selten im Halteverbot. Auf jeder Strandseite bei uns steht unter "Praktische Infos", ob es kostenlose oder kostenpflichtige Parkplätze gibt.

Weitere Regeln für den Strandtag, von Hunden am Strand bis zu den Flaggen, finden Sie in unseren Tipps für einen schönen Strandtag in Italien.

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